INTERVIEW: Petsch Moser Interview / Alte Bauhalle, Mank   Artikel als PDF anzeigen (und drucken?)

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Datum:
14.05.2005
18:23:30

Autor: -woody-

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Kurzerhand haben wir uns entschlossen, Petsch Moser, knapp vor ihrem Auftritt in der Alten Bauhalle (Mank) vors Mikro zu zerren und ihnen ein paar Fragen, wie z.B über die erst vor kurzem stattgefundene Amadeus Award Verleihung oder den Arbeiten zu ihrem neuen Album, zu stellen. Ein sehr ausführliches Interview (22 min), das -illy- für euch gehalten hat! Um das mp3 file zu sichern einfach "Rechts Klick" auf den unten angegeben Link und "Ziel speichern unter" auswählen. Eine schriftliche Ausarbeitung könnt ihr unter "mehr dazu" lesen.

LHBR: Ihr wurdet gemeinsam mit Gustav, 3 Feet Smaller, Garish, und Naked Lunch für den Amadeus Award nominiert. Was bedeutet euch diese Nominierung?

Lukas: Ich glaube wir haben uns darüber sehr gefreut, überhaupt erkannt zu werden und als aufstrebende, junge, künstlerische Band in Österreich einen Namen zu haben und mitmischen zu können. Sicher haben wir uns keine Hoffnungen auf einen Sieg gemacht, aber es war auf jedenfall etwas Erfreuliches.

LHBR: Also wart ihr nicht enttäuscht, dass ihr nicht gewonnen habt?

Christian: Ich denke das ist ein gewisser Widerspruch in sich. Beim Sport zum Beispiel gibt es immer einen klaren Sieger jedoch bei Kunst liegt es in der Natur der Sache, dass es dem einen gefallt und dem anderen nicht. Deswegen finde ich solche als Wettbewerb funktionierende Preisverleihungen ein bisschen komisch. Trotzdem war es nett bei diesen 20, die von Fm4 vorgeschlagen wurden, dabei zu sein und über das habe ich mich am meisten gefreut.

LHBR: Vor allem war es ja auch ein Publikumspreis und kein Jurypreis, das heißt ihr wurdet von den Fm4 Hörern für diesen Award nominiert.

Andreas: Ja genau! Das ist auch das Eigentliche dran, das uns etwas bedeutet. Es hat uns niemand nominiert, der glaubt eine Ahnung zu haben, sondern das Publikum welches wirklich Ahnung davon hat.

*wird von Christian unterbrochen*

Christian: Naja, das kann man so auch nicht sagen.

Andreas: Oja find ich schon!

Christian: In den anderen Kategorien waren jene Fünf nominiert, welche am meisten Platten verkauft haben und das sind dann genauso die Leute. Ich sehe da keinen großen Unterschied darin, ob die Nominierung nun von einem Internetvoting oder von den Plattenverkäufen abhängig gemacht wird.

Andreas: Ja das stimmt, da ist schon etwas dran!

LHBR: Wie steht ihr zum schlussendlichen Gewinner „Gustav“? Was sagt ihr zu dieser Band/Frau?

Christian: Super! Ich kenne leider nicht die gesamte Platte, aber vier Lieder davon und die sind echt toll.

Lukas: Ich habe mir davor extra die Platte gekauft und finde sie ganz gut.

LHBR: Die Sängerin von „Gustav“ sagte bei der Verleihung des Awards die Worte „Aber hier Leben Nein Danke“. Wie interpretiert ihr diesen Satz und war er fehl am Platz oder passend zum Amadeus Award?

Lukas: Den Satz selbst zu interpretieren ist eigentlich ganz leicht. „Hier Leben, Nein Danke“ heißt Österreich vielleicht? Vielleicht will man weg weil es politisch oder sonst irgendwie scheiße ist? Ich will mir nicht anmuten zu sagen, ob dies nun zum Amadeus gepasst hat oder nicht. Ich hätte vermutlich etwas anderes gesagt aber das sei ihr überlassen. Freie Kunst !

Christian: Sehr knapp zum Ausdruck gebracht wahrscheinlich Verweigerungshaltung. Irgendwie eigentlich okay. Die Frage ist nur ob dies dort auf fruchtbaren Boden fällt, weil Musiker oft liberaler sind, deshalb wird sich niemand besonders „auf den Schlips getreten“ gefühlt haben. Jedoch vielleicht im Fernsehen.

LHBR: Wie ich gehört habe arbeitet ihr bereits an einem neuen Album das voraussichtlich Anfang 2006 erscheinen wird. Was könnt ihr uns über die neue Platte erzählen? Was wird der Unterschied zu „Die Stellen“ oder zu „Von Städten und Bäumen“ sein? Sind schon einige Songs fertig? Ist es trauriger? fröhlicher? schneller? langsamer?

Lukas: Das ist genau das Problem, wir arbeiten nicht an einem neuen Album, sondern erstmal an neuen Nummern. Dabei sind wir erst bei einem Drittel und nicht einmal bei der Hälfte.

Christian: Schön wäre es wenn wir im Kalenderjahr 2005 fertig werden, das heißt allerdings nicht, dass es dann schon erhältlich sein wird. Daher wird es wohl – hoffentlich – 2006 werden.

Lukas: Wir haben da kein bestimmtes Muster, nach denen wir eine Platte machen oder Nummern schreiben. Wir versuchen einfach, dass es halbwegs stimmig wird.

Christian: Man kann auch nicht sagen, dass „Die Stellen“ so oder so waren. Ich könnte nicht „Die Stellen“ Phase definieren und die „Von Städten und Bäumen“ Phase.

LHBR: Das heißt ihr habt noch keine Lieder, von denen ihr wisst, dass diese auf die neue Platte kommen?

Andreas: Oja, wir tun uns allerdings so schwer mit dem Lieder schreiben, dass wir zwangsweise irgendwie froh sind wenn wir 12 beisammen haben für eine Platte. Wir sind jedoch grundsätzlich nicht die Band, die 20, 50 oder 60 Lieder macht und dann die schlechtesten davon hinaus wirft. Es gibt sehr viele Kriterien, welche beeinflussen ob wir ein Lied einstudieren und spielen, das heißt ein Song muss uns schon vorher gefallen, damit wir ihn überhaupt üben. Die Auslese der Songs erfolgt daher meist schon vorher.

Christian: Das Album soll auch nicht so werden wie die letzten Beiden und das Schwierige ist, dass wir versuchen uns nicht zu wiederholen. Aus diesem Grund ist es auch schwer an die vorigen Alben anzuknüpfen, weil wir das Ziel haben, dass es nicht ähnlich wird.

LHBR: Wie sieht es mit der Songwrite Verteilung zwischen Lukas und Andi? Wer schreibt die meisten?

Andreas: Wer „Some kind of monster“ gesehen hat, kann sich vorstellen was sich bei uns momentan abspielt. Es ist so, dass wir das Songschreiben derzeit ganz anders angehen als früher. Eine sehr lange Zeit haben wir keine neuen Lieder geschrieben, weil wir das eigentlich auch gar nicht vorgehabt haben. Dann ist allerdings der Zeitpunkt gekommen, wo wir uns gedacht haben, dass wir doch wieder neue Songs schreiben sollten und das ist uns sehr schwer gefallen. Wir gehen die Sache etwas liberaler an, das heißt es macht jeder überall mit.

Christian: Ja, es funktioniert eigentlich auch nicht so gut. Früher war es so, dass einer das Lied geschrieben hat und alle anderen haben nur mehr dazu gespielt. Jetzt ist es so, dass schon mehrere Leute an einem Song arbeiten, jedoch muß meistens schon ein relativ weit fortgeschrittenes Fragment von einer Person da sein, damit es etwas wird.

Andreas: Manchmal kommt es jetzt allerdings vor, dass wir dies zu zweit probieren. Ich denke, es ist einfach viel schwieriger zu zweit einen Song zu schreiben, als einen fast fertigen Song nur mehr von den anderen „verschmücken“ zu lassen. Wenn wirklich alle daran arbeiten, muss man einfach neu zusammenfinden, jedoch ist es umso besser wenn es dann funktioniert und man sich in die offen Arme der Bandkollegen fallen lassen kann. *lacht*

LHBR: Das heißt es sitzt nicht einer da und hat plötzlich einen Geistesblitz den er zu Papier bringen muss, sondern es wird mehr oder weniger schwer erarbeitet.

Andreas: Doch! Ausgangspunkt sind schon Geistesblitze, jedoch passieren diese da und dort und das meistens wenn man kein Papier dabei hat.

LHBR: Es dauert also noch etwas länger bis die neue Platte herauskommt?

Christian: Länger ist ja relativ. Es wird vermutlich nicht vier Jahre dauern *allgemeines Gelächter* aber sicherlich noch ein paar Monate. Mal sehen ob es erhoffenswert ist, was uns da erwartet *lacht*. Nein, hoffentlich nächstes Jahr im ersten Halbjahr.

LHBR: Wir freuen uns darauf! Nun zu einem anderen Thema. Seid ihr noch nervös vor euren Auftritten oder ist es mittlerweile zur Routine geworden?

Lukas: Ich bin noch nervös und das sehr sogar. Genauso eigentlich wie vor vier Jahren…

LHBR: Also noch genauso nervös wie vor dem ersten Auftritt?

Ja, eigentlich schon. Auch als ich noch mit meiner Band 1998 gespielt habe war das so. Es ist vielleicht anders nervös, weil ich weiß, dass nicht viel passieren kann wenn ich auf der Bühne stehe. Ich kann mich dort oben nicht blamieren und bin nicht „nackt“ auf der Bühne.

LHBR: Wie sieht es da bei euch aus?

Christian: Naja, schon ein bisschen weniger. Es kommt natürlich immer drauf an, ob es etwas ganz „Neues“ ist, aber zum Beispiel heute sind eine Menge Leute da und ich bin schon ähnlich nervös wie bei den ersten Konzerten, wo allerdings auch weniger Leute waren.

Andreas: Ich glaube, dass ich schon nervöser bin als früher, weil es schon einen gewissen Druck erzeugt wenn viele Leute da sind. Genauso wenn man das Gefühl hat, dass wir jetzt soweit sein müssten das Leute kommen sollten und man nicht weiß ob sie kommen. Das macht einfach Druck. Ich bin aber auch der Einzige, der vor dem Auftritt regelmäßig nichts trinkt, raucht und regelmäßig heiser wird. Das macht dann natürlich noch zusätzlich Probleme, weil man nicht weiß ob die Stimme hält. Ist aber alles natürlich nur „Psychosomatik Baby!“ *lacht*. Früher hatte ich nie Probleme mit meiner Stimme und das ist erst gekommen seit es so ist wie jetzt.

LHBR: Gefallen euch besser Auftritte in Clubs oder auf Festivals?

Lukas: Ich bin meistens so besoffen, dass ich nicht wirklich weiß ob ich jetzt Open-Air oder in einem Club spiele *allgemeines Gelächter*. Nein, gleich halbwegs, also ich sehe da keinen großen Unterschied.

Christian: Ich finde bei Open-Air Auftritten gut, dass es meist einen strikten Zeitplan gibt, das heißt man hat nicht acht Stunden Zeit für die Vorbereitung, sondern es nimmt nur ca. drei Stunden in Anspruch. Zusätzlich sieht man andere Bands, dass gefällt mir ganz gut. Die Atmosphäre in Clubs, denke ich, ist natürlich besser.

LHBR: Vor allem kommt das Publikum in die Clubs um euch zu sehen und nicht um andere Bands anzusehen.

Andreas: Es ist natürlich etwas ganz anderes, wenn die Leute im Club auf uns warten und nicht, wie viele Festival-Besuchern, denken „Aha auch eine Band“. Daher mag ich Club Gigs schon sehr. Ist etwas Laiwandes!

Christian: Da bin ich allerdings manchmal nervös, wenn ich weiß jetzt liegt alles an uns. Zum Beispiel letztes Jahr im Flex war ich sehr nervös, weil es kein Vertrauensbeweis ist wenn in der Heimatstadt nicht viele Leute kommen.

LHBR: Welche Festivals werdet ihr heuer als Besucher aufsuchen, also nicht wie das „Aerodrome“ als Band?

Andreas: Nächstes Wochenende werde ich das Schmu Festival (Wiener Neustadt) besuchen, ansonsten habe ich noch nichts fix eingeplant.

LHBR: Also werdet ihr keine Großfestivals, wie zum Beispiel das „Frequency“ besuchen?

Andreas: Nein, gar nicht.

Christian: Das Frequency wäre super, aber das ist dann doch irgendwie so…

Lukas: Der eine Tag vom Donauinselfest ist heuer toll, mit „Element of Crime“, „Die Sterne“ und „Tomte“. Ansonsten besuche ich vielleicht noch das Jazzfest. Gustav anschaun.

LHBR: Wie beurteilt ihr eure Erfolge in Deutschland? Ihr hattet dort schon einige Auftritte und wie seht ihr eure Chancen als österreichische Band dort weiter Fuß zu fassen? Einmal wurde ja sogar ein Musikvideo von euch auf MTV gezeigt….

Christian: Naja, einmal. Das wird sich vermutlich nicht so gesetzt haben.

LHBR: Immerhin öfters als so manche andere österreichische Band.

Christian: *lacht* Ich weiß nicht, ich glaube das ist die Fm4-Grenze. Ich denke ab Augsburg und weiter nördlich ist es schwierig. Die haben dort viele gute, lokale Bands. Überall wo Fm4 empfangen wird, ist es jedoch kaum ein Unterschied zu Österreich. Leider ist das nur ein kleiner Teil von Deutschland.

Andreas: In Traunstein und München ist es immer toll zu spielen, weil es immer gut besucht ist und immer eine ganz spezielle, eigene Stimmung herrscht. Vor allem wenn alle sagen wir sollen etwas reden, anstatt zu singen, weil es ihnen so gefällt wenn Österreicher mit ihnen reden *lacht*. Es stellt sich die Frage, wie Erfolg zu definieren ist, wenn 50 Leute in den dritten Stock von irgendeinem Theater kommen, ist das für mich durchaus zufriedenstellend, weil ich weiß das diese Leute wegen uns gekommen sind. Vielen anderen ist das vielleicht zu wenig, für den Aufwand den man dadurch hat. Dieser Abend hat mir sehr gut gefallen, weil ich gewusst habe, dass an diesem Abend zum Beispiel Franz Ferdinand in derselben Stadt gespielt hat und zu uns, am Ende der Welt in irgend einem komischen Theater, sind trotzdem Leute gekommen.

LHBR: Wie seht ihr allgemein die Möglichkeit für österreichische Bands in Deutschland Erfolg zu haben, Fuß zu fassen und etwas zu erreichen? Geht das?

Christian: Ich glaube, gerade in dem Genre das wir betreiben ist das ziemlich schwierig, weil es dort derzeit auch sehr viele Bands gibt.

LHBR: Also auch keine „Christina Stürmer“ zum Beispiel?

Christian: Ja vielleicht auch, aber Indie/Deutschprachige Rockmusik ist denke ich schon schwer. Der Markt ist derzeit sehr übersättigt würde ich sagen, aber zum Beispiel irgendwelche Elektro-Sachen sind dort und auch in ganz Europa, sehr gefragt. Es ist sicher für jede österreichische Band schwer dort Fuß zu fassen.

LHBR: Nun wieder zu einem anderen Thema. Ihr habt gemeinsam mit Christoph & Lollo das Lied „Ari Pekka Nikkola“ in einem Buckelpisten-Remix aufgenommen und auch schon des Öfteren Live-performt (Jesters, Frequency). Wie kam es zu dieser zusammenarbeit?

Lukas: Wie es dazu kam? Gute Frage eigentlich.

LHBR: Habt ihr euch einfach getroffen und gesagt „Machen wir einen Song zusammen“ oder wie war das?

Lukas: Wer die Idee dazu gehabt hat weiß ich eigentlich gar nicht.

Christian: Wir haben gleichzeitig die neuen Platten herausgebracht und die Managements haben überlegt ob das irgendwie zusammenpasst.

Andreas: Ja, und dann waren wir gemeinsam auf Tour. Die Leute haben dann geglaubt wir gehören überhaupt zusammen und so haben wir am Frequency nur einen Slot bekommen. Da haben wir uns gedacht, mit der wenigen Zeit die uns zur Verfügung steht, sollten wir vielleicht gemeinsam ein paar Lieder spielen. Bei diesen Lieder war auch „Ari Pekka Nikkola“, welches uns allen von Anfang an gut gefallen hat und deshalb hat uns Christoph & Lollo gefragt ob wir es aufnehmen wollen.

Christian: Christoph & Lollo sind auch super Typen, da könnte man sich fast keine gutmütigeren, netteren, schlaueren Menschen vorstellen.

LHBR: Was haltet ihr vom neuen Album („Trotzdemtrotz“)?

Christian: Super!

Andreas: Ich finde es genial.

Christian: Bei ihren Konzerten ist es momentan schwierig, weil sie die neuen Songs spielen wollen und damit die Schispringerlieder zum Fremdkörper bei der Sache werden. Sie haben aber auch jede Menge Nicht-Schispringer Lieder die noch auf keiner Platte oben sind.

Andreas: Live ist es genial, die zwei zu erleben. Ich habe noch niemanden so oft gesehen wie Christoph & Lollo und jedes Mal habe ich Spaß daran.

LHBR: Wie ist das mit eurer Beziehung zu St Pölten? Ihr habt schon mehrere Male in St Pölten und Umgebung gespielt z.B: Jesters, Warehouse und jetzt Mank. Es kommen immer viele Leute und sind begeistert. Wie ist das?

Andreas: Ich finde das ist ein wahnsinniges Gefühl.

Christian: Überraschend! Es war ja eigentlich nie der Plan zuerst St Pölten zu erobern und dann den Rest, sondern das hat sich einfach irgendwie so ergeben.

Andreas: Ja! Das hat sich eben so ergeben, wie wenn man nebeneinander sitzt und auf einmal kennt man sich und es passt einfach. Auf der Deutschlandtour im Warehouse zu spielen war ein großes Gefühl und sehr genial. Zum ersten Mal dort hinein gehen und die Leute hören schon im Auto als Einstimmung unsere Lieder, ist irgendwie ein Gefühl von Ruhm und Star-Dasein. Ich kenn das eigentlich nur von meinem Onkel und als wir vor einem „Kurt Ostbahn“ Konzert Texte geübt haben. Hätte ich mir nie erwartet! Es ist zum Wohlfühlen in St Pölten.

LHBR: Derzeitiger Lieblingssong von euch selber? Anderen Band ?

Lukas: Also von uns finde ich immer noch am Besten „Hinter Glas“. Ist mittlerweile zwar schon 6 Jahre alt und schon auf drei Platten von uns vertreten, aber das könnten auch „Radiohead“ spielen. *lacht* International würde ich sagen Bob Dylan mit „Visions of Johanna“ und Tindersticks mit „Catheline“.

Christian: Von uns finde ich Ex-equo, damit jeder mit einem Lied vertreten ist, am Besten „Bastard“, „Schöner Ort“ und „Fehler“. International von Bruce Springsteen „Thunder-Road“ und von Van Morrison „Sweet Thing“.

Andreas: Ähm, ich bin heillos überfordert mit dieser Frage! Live freue ich mich selber immer besonders auf „Vorhang“. Sonst *überlegt* Pavement mit … *fangt an die Melodie zu singen*

Lukas: „Rattled by the Rush“

Andreas: Ja genau!

Christian: Das ist dein Lieblingslied aller Zeiten?

Andreas: Momentan ja! *lacht*

LHBR: Was war euer bester Auftritt, den ihr am meisten in Erinnerung behalten habt?

Lukas: Frankfurt *allgemeines Gelächter*. Vor drei besoffenen Mitte-50ern, welche sich eher negativ zum Konzert geäußert haben. Danach hat der eine dem andere versucht zu erklären, dass dies „Indie-Rock“ Musik ist.

Christian: Persönlich hat mir der „Flex“ Auftritt vor einem Jahr sehr gut gefallen.

Andreas: Ja das war auch genial, aber mir hat zum Beispiel St. Pölten(Warehouse) sehr gut gefallen, weil ich mich dort das erste Mal so richtig gehen hab lassen können und von der Woge getragen wurde. Kann ich nicht anders beschreiben. Geil war auch der Sonnenrot-Auftritt mit „unpackbarer“ Stimmung im Zelt.

Christian: Super war auch unser letzter Auftritt im Rockhouse vor 2 Monaten.

Andreas: Heuer waren irgendwie alle Auftritte ziemlich gut, auch der in Ebensee.

LHBR: Werdet ihr heute einen Song spielen der noch auf keiner Platte vorhanden ist?

Christian: Nein, aber ein ganz altes, das wir noch nicht oft gespielt haben, eine Cover-Version. Es gibt wirklich ein paar Leute, welche viele Konzerte von uns besuchen und für diejenigen spielen wir das heute, weil wenn immer andere Leute kommen würden könnten wir ja immer das gleiche spielen und es wäre egal.

LHBR: Was wollt ihr zum Abschluss noch an unsere Leser richten?

Lukas: Bleibt wendig!

Andreas: Dem kann man nichts mehr hinzufügen *lacht*. Beste Grüße auf jedenfall…

Christian: ...und alles Liebe und viel Erfolg auf dem weiteren Lebensweg.

LHBR: Viel Spaß beim Auftritt heute und danke für das Interview!

Das Interview wurde ausgearbeitet und durchgeführt von -illy- & -woody-

Links zu diesem Thema:
  INTERVIEW (10 MB)
  PETSCH MOSER IN MANK
  PETSCH MOSER


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